Magnesiumglycinat (Bisglycinat)
Magnesium glycinate (bisglycinate) · Magnesium bisglycinate, Magnesium diglycinate
Formen: Glycinat, Bisglycinat und Diglycinat bezeichnen dasselbe Salz: Magnesium, gebunden an die Aminosäure Glycin, oft als „Chelat“ verkauft. Andere Magnesiumsalze haben eigene Karten.
Weitere Ester und Formen: Magnesium, Magnesium-L-threonat, Magnesiumaspartat, Magnesiumcarbonat, Magnesiumchlorid, Magnesiumcitrat, Magnesiumgluconat, Magnesiumhydroxid, Magnesiumlactat, Magnesiummalat, Magnesiumorotat, Magnesiumoxid, Magnesiumsulfat (Bittersalz), Magnesiumtaurat
Magnesium, gebunden an die Aminosäure Glycin. Athleten wählen es vor allem, weil es den Darm schont; insgesamt wird es ähnlich aufgenommen wie andere lösliche Salze.
Rechtsstatus: Frei als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich; manche Produkte sind als rezeptfreie Arzneimittel zugelassen; im Sport nicht verboten.
Was es bewirkt
Wofür man es anwendet und was die Quellen berichten. Die Stärke ist eine allgemeine Kategorie aus der Fachliteratur: schwach, deutlich oder stark.
Zweck
Athleten nehmen es gegen Krämpfe, für Schlaf und Regeneration sowie zum Ersatz von Magnesium ein, das bei starkem Schwitzen, durch Diuretika oder bei knapper Ernährung in Sportarten mit Gewichtsklassen verloren geht. Es behebt einen Magnesiummangel; bei normalen Werten ist seine Wirkung auf Krämpfe, Schlaf und Leistung gering oder nicht belegt.
Was man sich erhofft und was Studien zeigen
Bei 12 Patienten nach einer Darmoperation wurde Glycinat insgesamt ähnlich wie Oxid aufgenommen und besser vertragen. Bei 155 Erwachsenen mit schlechtem Schlaf (keine Athleten) verbesserte Bisglycinat die Werte auf einer Schlaflosigkeitsskala etwas stärker als Placebo. Bei Athleten und aktiven Menschen mit ausreichender Magnesiumversorgung haben Nahrungsergänzungsmittel Kraft und Schnellkraft nicht verbessert (Metaanalyse).
Wirkungen
Evidenz: Begrenzte Daten am Menschen — einige Studien am Menschen, klein oder kurz
Gewünschte Wirkungen nach Ziel (laut den Quellen)
Mögliche Nebenwirkungen
Möglich heißt nicht sicher: Ob sie auftreten, hängt von Dosis, Dauer, individueller Reaktion und Kontrolle ab. Im Folgenden — worauf Sie achten sollten und wie man es früh erkennt.
1 mögliche Nebenwirkung
Stufe · wie häufig beschriebenWas die Stufen bedeuten
Stufe: allgemeine Kategorie aus der Fachliteratur, nicht Ihr persönliches Risiko
Wie häufig
- häufig
- häufig beschrieben
- möglich
- bei manchen Menschen beschrieben
- selten
- gelegentlich beschrieben
So lassen sich Risiken senken
Für 1 von 1 möglichen Nebenwirkung gibt es gezielte Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit zu senken: Alltagsmaßnahmen, Nahrungsergänzungsmittel und Optionen, die ein Arzt erwägen kann. Keine Maßnahme beseitigt ein Risiko vollständig.
Nebenwirkungen niedriger Stufe
Wie jede Option hilft (2)
- Ärztliche Betreuung — Beurteilt anhaltendes Erbrechen oder starke Bauchschmerzen (mögliche Pankreatitis oder Gallensteine) und passt eine verordnete GLP-1-Behandlung an, wenn die Übelkeit anhält.
- Pankreatin + Dimeticon (Pankreoflat) — Kann Schweregefühl und Blähungen nach dem Essen lindern; kann Übelkeit oder Durchfall verursachen. Nicht bei Allergie gegen Schweineprotein oder Kuhmilcheiweiß (Anaphylaxie beschrieben) oder im Frühstadium einer akuten Pankreatitis.
Untersuchungen und Bluttests
Welche Tests und Untersuchungen wann sinnvoll sind. Dies ist eine Orientierung — den genauen Zeitplan sprechen Sie mit einem Sportmediziner ab.
Für Frauen
Bei Beinkrämpfen in der Schwangerschaft fand ein Cochrane-Review widersprüchliche Ergebnisse der Magnesiumstudien; in der Schwangerschaft vorher mit einem Arzt besprechen.
Mythos und Fakt
„Glycinat am Abend ist das Magnesium für Schlaf und Regeneration von Athleten.“
Die Schlafstudie dazu wurde bei Nichtsportlern mit schlechtem Schlaf durchgeführt, und der Effekt war klein. Schlafstudien bei Athleten fehlen, und bei ausreichender Magnesiumversorgung haben Nahrungsergänzungsmittel Kraft und Schnellkraft nicht verbessert.
Kombinationen
Zu dieser Substanz gibt es noch keine eigenen Hinweise zu Kombinationen. Der Stack-Check summiert trotzdem Nebenwirkungen, die mehrere Substanzen gemeinsam haben.
Quellen
Mögliche Nebenwirkungen nach Körpersystem, Kombinationen, wie sich die Risiken senken lassen und welche Tests sinnvoll sind — kostenlos.
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